Archive for the ‘Focus’ Category

(Deutsch) MALER-GENIE Neo Rauch verdient Geld mit realem Sozialismus

Thursday, May 6th, 2010

Es ist die große Siegerehrung: Zu seinem 50. Geburtstag würdigen Ausstellungen in Leipzig und München das Gesamtwerk des Malers Neo Rauch. Für seine Bilder werden inzwischen Millionen gezahlt. Was manchen immer noch verwundern mag, schließlich bedient sich Rauch einer gewisse Sozialismus-Ästhetik.

Vielleicht sollte man einmal die Frage stellen, wo Neo Rauchs Bilder eigentlich herkommen? Es ist nämlich nicht so, dass die Leinwände in Depots in Leipzig eingelagert wären. Rauchs Bilder findet man in Miami, Los Angeles – und sogar auf Hawaii.

Man weiß nicht, was Sammler in solch sonnenverwöhnten Badeparadiesen an Rauchs verschatteten ostdeutschen Landschaften interessiert. Offensichtlich ist jedoch, dass der Aufstieg des Leipzigers zum „Malerstar“ kein ausschließlich einheimisches Phänomen ist.

Rauch hat seit knapp zehn Jahren die Unterstützung einflussreicher amerikanischer Sammler, er ist dort als einer der wenigen deutschen Maler seiner Generation durchgesetzt und auch wenn seit jüngster Zeit ehemals wohlwollende US-Kritiker wie Jerry Saltz vom „New York Magazine“ leise Zweifel an der dauerhaften Wirkung seiner Kunst anmelden, ist ihm zumindest eine Zeit lang der sichere Sitz im Kunstkanon garantiert.

Jetzt wird Neo Rauch 50 Jahre alt. Und feiert mit seinen Bildern: Der erste Teil seiner Doppelretrospektive eröffnet an seinem Geburtstag im Museum der bildenden Künste in Leipzig, Teil zwei dann am Montagabend in der Pinakothek der Moderne in München.

120 Werke werden gezeigt – eine Art große Siegerehrung. Ganz leicht kann es für die Kuratoren nicht gewesen sein. Das Œuvre lässt sich zwar ohne größeres Blutvergießen zwischen zwei Museen aufteilen, das zeigt aber auch schon, dass es für eine Rauch-Retrospektive keine einfache Blaupause gibt. Jedes Bild kann, keines muss dabei sein. Rauch hat keine „Demoiselles d’Avignon“ wie Picasso, keinen Stammheim-Zyklus wie Richter.

Er selbst könne auch nicht das eine entscheidende Bild in seinem Gesamtwerk identifizieren, sagt der Künstler, der stets auf hohem, aber gleichmäßigem Niveau gemalt hat. Und so wird der Besuch der Doppelretrospektive weniger ein schnelles Abschreiten der Highlights und eher ein langsames Abgleiten in das Universum des Künstlers, in dem verschiedene Figuren und Themen unablässig durch die Bilder kreiseln, die Werke miteinander reden und allmählich gemeinsame Erzählungen anstimmen, von Erschöpfungszuständen, gesellschaftlichem Auseinanderdriften, den magischen Kräften der Natur, jähen Gewaltausbrüchen, den Schwierigkeiten der Malerei und auch immer wieder von der Gemeinheit der Kunstkritiker.

Ein wenig ähnelt eine Ausstellung von Neo Rauch einem aufgeschlagenen Bilderbuch. Man kann sich leicht an den Szenen festlesen, jede einzelne seiner rätselhaften Kompositionen mit ihrer Vielzahl von Referenzen kann unendlich lange ausinterpretiert werden und ist am Ende doch nicht erklärbar. Gut möglich, dass es irgendwann bei Kunsthistorikern das eigene Fachgebiet der Rauch-Exegese gibt.

Die zwei Teile der Retrospektive versuchen auf unterschiedlichen Pfaden an das Rauchsche Werk heranzuführen. In München gruppiert Kurator Bernhart Schwenk die Gemälde nach formalen Ähnlichkeiten. Am Beginn stehen drei Bilder, die vorwiegend mit tonalen Abstufungen einer einzigen Farbe gemalt wurden: „Das Blaue“ von 2006 sowie zwei neue Werke, die erst in diesem Jahr fertiggestellt wurden: das rote „Übertage“ und das gelbe „Kalimuna“. Letzteres zeigt Menschen auf einer Straße vor zwei Ladengeschäften, in denen Kalisalz und Munition angeboten werden. Im Hintergrund ist ein Bergwerk zu sehen.

Wie so oft hat das Bild auch mit Rauchs Biografie zu tun: Seine Großmutter, bei der er aufwuchs, arbeitete im Krieg in einer Munitionsfabrik. Gleichzeitig demonstriert das Werk den eigentümlichen trockenen Humor, den der Leipziger in seinen Arbeiten gelegentlich durchschimmern lässt. In dieser doch eher altertümlich wirkenden Szene wird auf einem Verkauftresen neben Patronen und Salzkristallen auch ein Gegenstand angeboten, der entfernt an ein Handy oder ein iBook erinnert.

Nach dem „bunten Rauch“ im ersten Raum kann man in München noch der „braunen Rauch“ sehen, in dessen Bildern dunkle Töne dominieren und sich abstrakte Farbschlieren in die figurativen Szenen hineinfeuchten wie Stocknässe. Das sind vermutlich die typischsten Rauch-Bilder, fast schon Klischees ihrer selbst.

Weitere Räume demonstrieren, wie Rauch seit den 90er Jahren die Entwicklung der Malereigeschichte noch einmal in umgekehrter Reihenfolge vollzogen hat. Am Anfang seiner Karriere stehen flächige Bildträger mit stark grafischen Kompositionen und Protagonisten, die durch ihre Anleihen bei Comics und sozialistischen Werbeplakaten auch immer ein wenig an verblichene Pappfiguren erinnern.

Kurz nach dem Jahr 2000 entdeckt der Künstler dann die Raumtiefe und konstruiert seither verschachtelte, fast schon altmeisterlich gemalte Bühnenräume, auf denen sehr lebendig wirkendes Darstellerpersonal absonderliche Stücke aufführt.

THEMATISCHE ASSOZIATIONEN ZWISCHEN DEN BILDERN

Während man in München die Werke aus einem kunstwissenschaftlicheren Blickwinkel zu betrachten scheint, setzt man in Leipzig deutlicher auf thematische Assoziationen zwischen den Bildern. Es gibt Bildgruppen zu Situationen mit Arbeitern und zwei Räume, in denen besonders fantastische Bilder hängen: alptraumhafte Szenerien, in denen monströse Schlangen unerwartet aus dem Schilfland auftauchen, Fliegen sich in Menschen verwandeln und dämonische Gestalten mit Widderköpfen aus Büchern predigen.

Dann stößt man überraschend auf zwei kleine Selbstporträts, die belegen, dass der ernste Maler auch einen Sinn für Humor hat. Einmal Rauch als Rockabilly mit umgeschnallter Gitarre und einmal Rauch, der nach lästigen Motten schlägt – so wie King-Kong auf der Spitze des Empire State Buildings nach den Flugzeugen.

Die beiden Ausstellungen zeigen schön, wie vielseitig Rauch in der Variation seiner Malerei ist. Andererseits verdrängt man durch den Verzicht auf eine chronologische Anordnung, dass der Maler kein wirkliches Frühwerk besitzt. Mit der Wende, da war er 29, warf Rauch sein malerisches Konzept vollständig um, verzichtete fortan auf alle subjektive Expressivität, die in der DDR noch als subversiv gelten konnte und wandte sich dem zu, was im Westen damals als Tabu galt: In der Malerei mit Figuren Geschichten zu erzählen.

Der zeitliche Zusammenklang hat nun dazu geführt, dass Rauchs neue Malerei so alt ist wie das wiedervereinte Deutschland. Mit 50 scheint Rauch nun in der Lage zu sein, jeden seiner Träume oder Alpträume auf die Leinwand bringen zu können. Da er spät zu seinem Stil gefunden hat, ist nicht mehr zu erwarten, dass er seine Malerei noch einmal grundlegend verändert. Er wird sie weiter verfeinern. Und wenn sich irgendwann wieder eine größere Bandbreite an Emotionen in die Bilder schleicht und den allgegenwärtigen Nebel der Melancholie vertreibt, dann werden seine Bilder nicht nur beeindruckend und bedrückend sein, sondern auch mitreißend.

VON TIM ACKERMANN

Impressions of Art Cologne 2010

Saturday, April 24th, 2010

Art Cologne 2010

Monday, April 19th, 2010

Dear Friends! I will be twittering live from this years Art Cologne and post about the greatest new (and old ;) ) artists.

The 44th fair will be the most international ever. Modern and post-war will occupy level 1. Level 2 will present contemporary galleries, as well as Open Space and New Contemporaries, ART COLOGNE’s proven platforms for the presentation of young and cutting-edge international art.

The Vernissage will take place on April 20, 2010 from 5 p.m. until 9 p.m.

Watch the interview with the Art Cologne director Daniel Hug:

www.artcologne.de

Video to historic auction February 2010, London

Thursday, February 18th, 2010

Sotheby’s is taking you to an insight of the auction Impressionist & Modern Art, where a Giacometti sculpture hit the highest price ever for a sculpture:

Impressionist & Modern Art

Post-Sale Report, February 2010

For more information or to view Sotheby’s catalouge, please visit: www.sothebys.com/privateview

Giacometti Sculpture breaks world record on Sotheby’s Auction

Saturday, February 6th, 2010

Certainly no crisis on the Art market. A sculpture by the famous Swiss art sculptor Alberto Giacometti (1901-1966) has hit a new record during auction for the highest price ever of 65 million pounds (74 million Euros).

“L’Homme qui marche I” is a life size bronze figure of a moving man and faces a great recognition value for Giacometti.

According to Sotheby’s it has just beaten Picasso’s record of his work “Boy with a pipe” that has been sold 2004 for about 104 million dollar, which was just under Giacometti’s.

New tallest skyscraper of the World: Burj Khalifa

Thursday, January 7th, 2010

Beginning the year the arabs started it tall, in fact taller than ever before.

Formerly known as the planned ‘Burj Dubai’, the ‘Burj Khalifa’, in dedication to the President of the United Arab Emirates, Sheikh Khalifa bin Zayed bin Sultan al-Nahyan, will be defining Dubais landscape in future.

The opening ceremony for the Burj was marked by a dazzling fireworks display that wreathed the tower in stars and smoke. The final height of the tower, which has been shrouded in secrecy, was also revealed to be 2,717ft (828 metres).

Focus: Jürgen Teller

Friday, December 18th, 2009

Jürgen Teller is one of the big names when it comes to fashion photography.

In return, he doesn’t think so. He rather likes shooting his models naked, without any make-up, special lighting or a lot of photoshopping…

He tries to find the natural beauty in each woman he is photographing. With this attitude he revolutionized the scene; and made Kate Moss to his muse.

Juergen Teller
Logisch!
10. Dec. 2009 – 14. Feb. 2010

Kunsthalle Nürnberg
im KunstKulturQuartier

Lorenzer Straße 32,
90402 Nürnberg
Germany

Architecture: “Neues Museum” in Berlin shines again after a long decade

Monday, December 14th, 2009

That, as a world cultural heritage defined, ‘Neues Museum’ in Berlin has opened it’s doors again since over 50 years of absence. The british Star architect, David Chipperfield has been asked 1997 to restore the building under strict preservation orders to give back the charm it used to have before World War II. It has been attacked heavily by bombs between 1943-45, and has been run down during DDR times.

The result however is stunning. He produced a symbiosis of great light incidence methods in modern architecture in relation to the late classicism of the museum and whatever has been rescued from this old ruin.

Lately, the whole cultural scene in Berlin is talking about it. A german architecture critic, Dieter Bartetzko, summarized:

“The first time on, it is not the contrast between a faultless facade and completely damaged ancient relics that soaks the crowd in, additionally. It rather is the fact, mentally and physically, that this Museum must pay tribute to destroyed times such as the antiques it carries.”

To understand his meaning better I recommend the virtual tour on their homepage:

Take the virtual tour through the “Neues Museum”

Rory Nugent: New Paintings of Devon and the Hebrides at The Air Gallery

Saturday, October 17th, 2009

A new exhibition opens next week at The Air Gallery – a collection of new paintings by Rory Nugent of the Hebrides and Devon.

Born in 1971, Rory trained at the Royal College of Art. He works in oil paint on slate, wood and canvas, describing his paintings as ‘enclosed fragments’ representing the elemental beauty of land, sea and sky, capturing the abstract serenity and simplicity of what he sees in Nature. This new work reflects the insularity of the artist in the landscape, each image depicting nature as a wild entity in itself – in his words ‘unhumanised, sublime and untamed’.

He has shown his work in numerous group and solo shows including Cork Street, The Barbican Centre and The Royal Academy. Rory lives and works in Devon.

Nugent-Press3

The exhibition is open each day from 10:00am-6:00pm Monday 19th until Friday 23rd October, and on Saturday 24th October from 11:00am-4:00pm.

Rory’s work can be seen at www.rorynugent.co.uk and contacted at info@rorynugent.co.uk

How you make pixel to artworks

Wednesday, August 5th, 2009

Whether they be called Yves Netzhammer, Martin Dörbaum or Eric Weets, all of them are producing artworks of the future, that is on the computer. Netzhammers recent auction prices for his prints and objects are dealt with between 8000 and 15000 Euros and according to expert opinions good investments.

With computer animations you create a room that is hard to create anywhere else. Things are possible that you cannot photograph or create with classical mediums. And using the latest 3d printers, objects can be produced such as anything else can be printed.

Eric Weet’s ‘GOOD DAYS ARE HERE TO COME’ on Artition

Martin Dörbaum’s ‘A SMALL MAP OF HEAVEN’

Yves Netzhammer’s ‘DIE UNGENAUEN KÖRPER’